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Hans Polterauer
„o.T.“


Video im „Berliner Fenster“, dem Fahrgastfernsehen in U-Bahnzügen

"o.T am Berliner Fenster"
Foto: AG/U10-archive

Idee

Hans Polterauer gräbt in seinem Garten ein Loch und wird so lange täglich eine Stunde mit Graben beschäftigt sein, bis er vollständig in dem von ihm gegrabenen Loch verschwindet.
Von seinem Garten im ländlichen Österreich schafft Polterauer eine imaginäre Verbindung zum Berliner Untergrund. Baut er seine eigene U-Bahn? Wird er eines Tages im Tunnel der U9 auftauchen? Was findet Hans Polterauer bei seinem Versuch, in den Untergrund zu gehen? Gibt es eine Verbindung zwischen Berlin und Österreich?

„o.T. - Untitled“
vom 15. bis 28.10 (Mo.-Fr. 6 bis 10 uhr, Sa.-So. 10 bis 14 uhr)
Videoarbeit am "Berliner Fenster"

Ich muß mich drehen beim Graben und immer wieder auch meinen Standpunkt wegschaufeln.

...es wird immer enger....

Zirka einen Meter stehe ich im Loch und etwa 70 cm über dem Boden befinden sich meine Augen. Aus dieser Perspektive habe ich den Garten als kleines Kind gesehen. Ich glaube, ich kann mich wieder daran erinnern.

Ich stehe jetzt einen guten Meter im Loch. Meine Freundin bezeichnet mich als den „Mann ohne Unterleib“ und wie immer lacht sie dabei viel zu laut....wie sehr ich doch ihr lachen liebe...

Eigentlich besteht ein Loch aus „nichts“. Ich mache „nichts“.-...sehr vernünftig

Über Nacht sind angefaulte Äpfel vom Baum ins Loch gefallen. Es riecht wie in einem Mostfass, aber im Alkoholdunst geht es sicherlich flotter hinab.

Lebenslauf

Hans Polterauer, geboren 1958, arbeitet in Münzkirchen und Ried i.I. (Österreich)
Arbeitsschwerpunkt: Kinetik, Lichtkinetik, Performance. Ausstellungen im Museum der Wahrnehmung Graz, Medienkunstlabor Graz, Festival der Regionen 07, „Stille Besucher“ (Ibmner Moor) und „Zufall rettet die Welt“, Linz 2009.