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Veronika Gerhard, Volkan T.
„SPACE IS THE PLACE! a kanakfuturist mystery

„When the world was in darkness
Darkness of ignorance
Along came Ra...

The living myth, the living myth
The living Mister Re

Welcome to the Magic City!”

wideopenchannels präsentiert

SPACE IS THE PLACE! a kanakfuturist mystery ist ein partizipatives Kurzfilm- und Musikprojekt auf den Spuren von Blaxploitation und Science Fiction, das die Künstler_innen Veronika Gerhard und Volkan T. für die NGBK in Zusammenarbeit mit jugendlichen und erwachsenen Protagonist_innen und der „akademie der autodidakten“ am Ballhaus Naunynstraße realisiert haben.

Mit Musa Arzuev, Schamil Arzuev, Mario Bergmann, Alex Ural, Defne Celik, Toby Dope, Saikhan Dzhanaraliev, Shirin Begum Benti Fazalur Rehman, Joanne Olivia Steger, Hasan Tesgin, Riccardo Zito u.v.a.

3 Filmvorführungen:

Preview: 27.10.2011 um 17.45 Uhr (nur nach Voranmeldung)

Filmvorführung: 27.10.2011 um 19.15 Uhr (nur nach Voranmeldung)

Ort: Stillgelegter U-Bahnschacht der ehemaligen Linie U10 am Alexanderplatz.
Treffpunkt pünktlich am Bahnsteig der Linie U2 am Alexanderplatz.

Angemeldete Gäste werden dort abgeholt. Wärmere Kleidung mitbringen. Begrenzte Plätze.
Anmeldung unter: office@ngbk.de

Vorführung mit Künstler_innengespräch: 28.10.2011 um 19.00 Uhr

Ort: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstraße 25, 10999 Berlin, 1. OG,

Story

"Das Berliner U-Bahn Netz ist mit dem Verstand nicht zu fassen. Mehrere hundert Kilometer ziehen sich unter der Berliner Stadtlandschaft in kerzengeraden Linien unter Steilgraten und Hängen, unter Parkhäusern, Plattenbauten und Einkaufszentren hin. Ein Spinnennetz ohne scheinbare Ordnung, nur unterbrochen von kilometerlangen trapezförmigen Flächen und gigantischen Bärenfiguren.

Schon im Oktober 1955 schlug der Berliner UFO-Experte Hannes Panzille, Ehrenmitglied der ANCIENT ASTRONAUT SOCIETY, in einem in der BZ veröffentlichten Artikel vor, dass das Volk von Berlin diese großen Bodenzeichnungen als Signal an interplanetarische Besucher oder eine fortschrittliche Kultur schuf, von denen sie hin und wieder Besuch erhielten...

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Space is the Place ist ein Film von und mit der Jazzlegende Sun-Ra von 1972, in dem er seine afrofuturistische Weltsicht in eine metaphorische Geschichte verpackt, auf die wir uns beziehen. Elemente der für die Black Community identitätsstiftenden Geschichte der Vertreibung aus dem heiligen Land werden auf den Weltraum und die Aliens übertragen. Bei Sun-Ra ist der Saturn dabei Ursprung und Ziel, zu dem umgesiedelt werden kann, bevor die Erde zerstört wird. Seitdem taucht die Mothership Connection als Metapher in der Produktion schwarzer KünstlerInnen immer wieder auf. Anhand des Mothership Mythos wollen wir das Thema Diversität auf künstlerische und phantastische Weise neu verhandeln."

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Historischer Hintergrund

"Ungefähr zur selben Zeit, genau 1902, als die erste Berliner U-Bahnlinie zwischen Warschauer Brücke und Knie, heute Ernst-Reuter-Platz, ihren Betrieb aufnahm, wurden in der deutschen Reichshauptstadt die Weichen für den Verlauf der deutschen Kolonisationsgeschichte des afrikanischen Kontinents gestellt.

Entlang der U-Bahnlinie U8, die die sogenannten „sozialen Brennpunkte“ von Neukölln bis Wedding auf magische Art miteinander verbindet, entfaltet sich unsere Version des Klassikers über die Marginalisierung der/des „Anderen“ und die Heimreise INTO SPACE.

Das Filmprojekt SPACE IS THE PLACE! a kanakfuturist mystery entwickeln und drehen wir mit 15 Menschen verschiedenen Alters in Berlin und unterziehen die afro-futuristischen Thesen Sun-Ras einer aktuellen Umschreibung. Die beteiligten ProtagonistInnen entwickeln über einen Zeitraum von einigen Wochen zusammen mit den KünstlerInnen Veronika Gerhard und Volkan T. Szenarien einer Begegnung mit dem EXTRA TERRESTRIAL Wesen, das ihnen die Möglichkeit neuer Formen von Zusammenleben eröffnen will. Anschließend drehen wir gemeinsam den Film. Das Musical Score wird von Volkan T. unter Einbeziehung der ProtagonstInnen komponiert und aufgenommen."

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Lebenslauf

Volkan T. ist ein deutsch-türkischer Rapper aus Berlin und gilt als Wegbereiter des türkischen Hip-Hop in Deutschland.

Veronika Gerhard ist Künstlerin und Filmemacherin und hat Visual Culture Studies und Freie Kunst an der UdK Berlin bei Katharina Sieverding und Experimentellen Film an der Carnegie Mellon University und der Pittsburgh Filmmakers School studiert. Gemeinsam arbeiten sie an Projekten der kulturellen Bildung im Zusammenhang der akademie der autodidakten, am Ballhaus Naunystraße.