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U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück - ein internationaler, offener Wettbewerb für Kunst im Berliner U-Bahnnetzwerk Nach über 50 Jahren Kunst im Bereich des U-Bahnhofes U2 Alexanderplatz richtet das Nachfolgeprojekt U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück den Fokus auf die soziale und kollaborative Dimension von Kunst im öffentlichen Raum. Schauplatz des Projektes U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück ist diesmal das gesamte Berliner U-Bahnnetz als eine unterirdische Parallelwelt - als realer Ort und als imaginäre Welt. Einerseits ist die Berliner Untergrundbahn ein realer Raum, ein lebendiger Ort, der nicht von der Stadt zu trennen ist, da die sozialen Zusammenhänge und Relationen in ihm weiter existieren. So ist für viele Menschen die U-Bahn als Arbeitsplatz, Aufenthaltsort oder Transportmittel fester Bestandteil ihres Berliner Alltags. Andererseits verändert sich jedoch beim Betreten des Untergrunds fast unmerklich unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit. Wir tauchen ab in eine mysteriöse Welt aus schwarzen Tunneln, in das Unterbewusste der Stadt. Hier unten wird seismografisch ein unerwartetes und geheimnisvolles Gegenbild der Stadt gezeichnet. Es entsteht das Abbild ihres Untergrundgeistes. Die künstlerische Aufgabe des Projektes U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück ist es, dieses Ab- oder Gegenbild, diese unbekannten, verborgenen Zusammenhänge zu untersuchen. Der Name des auf maximal 3 Jahre angelegten Projektvorhabens U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück verweist auf die historische U-Bahn Linie U10 (ehemals Linie F), die bereits seit den frühen 1930-er Jahren Teil der Planungen des Berliner U-Bahnnetzes ist und heute nur in einigen wenigen Fragmenten als „Blinde Tunnel“ und größtenteils ungenutzten Bahnsteigen existiert. Mit dem Bau dreier U-Bahnstationen entlang der Strecke S1 in Westberlin zur Zeit des Kalten Krieges sollte mit der U10 völlige Unabhängigkeit vom DDR-eigenen S-Bahnnetz erreicht werden. Mehr Information dazu unter http://www.berliner-untergrundbahn.de/ Eingeladen sind alle Künstler/-innen und kollaborative Arbeitsgruppen von Künstler/-innen und Nicht-Künstler/-innen. Vorausgesetzt wird das Interesse an der Entwicklung einer gemeinschaftsorientierten künstlerischen Praxis, die Kunst als Mittel des Austausches und des Teilens versteht sowie die Bereitschaft zur Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit Vertretern und Vertreterinnen spezifischer kunstfremder Interessensgruppen. Am Verfahren beteiligte Personen sind nicht teilnahmeberechtigt. Für das Kunstprojekt U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück werden situationsspezifische und/oder partizipatorische Einzelprojekte gesucht, die sich mit dem Berliner Untergrund und seinen Akteuren auseinander setzen. Es interessieren sowohl interventionistische Projekte, in denen einzelne Künstler/-innen und/oder Gruppen kurzzeitig in den Untergrund „abtauchen“ und auf ein spezifisches Moment reagieren, als auch langfristige Projekte, die über den maximalen Zeitraum des Projektvorhabens von drei Jahren entwickelt und durchgeführt werden und langfristige Beziehungen zu den lokalen Akteuren aufbauen wollen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs heißt das, dass BVG-Mitarbeiter/-innen sowie Passagiere, Würstchen- und Zeitungsverkäufer/-innen, Musikant/-innen und Tickethändler/-innen nicht nur Publikum für künstlerische Eingriffe in das System U-Bahn sind, sondern zu Verbündeten bei der Erforschung des Berliner Untergrundes werden. nach oben ↑ Alle eingereichten Projektideen müssen im Bereich der Berliner Untergrundbahn stattfinden, z.B. auf den Bahnsteigen, in den Gängen, auf den Hintergleisflächen, soweit sie den technischen Sicherheitsvorschriften im Untergrund entsprechen und mit ihnen in Einklang zu bringen sind. Alle Formate sind denkbar, wie z.B. Drucksachen, Filmprogramme, Installationen, Projektionen, Performances, Workshops. Eine Nutzung für Projektideen in dem gesamten Bereich der Linie U10 ist nur zeitlich eingeschränkt und beaufsichtigt möglich. Denkbar sind hier z.B. Einzelveranstaltungen oder Führungen. nach oben ↑ Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von BVG-Mitarbeiter/-innen bzw. ehemaligen Mitarbeiter/-innen, die bereit sind, sich in ihrer Freizeit für das Projekt zu engagieren, wird die AG „U10“ eine temporäre Projektzentrale im Untergrund gründen, die primär der Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren dienen soll. Sie ist temporärer Veranstaltungsraum und Archiv für Informationen, um Rechercheergebnisse zu präsentieren und realisierte künstlerische Arbeiten des Wettbewerbs zu dokumentieren. Über die gesamte Laufzeit des Projektes hinweg entsteht dort außerdem eine Sammlung von Fakten und Fiktionen, von Bildern und Geschichten aus dem Untergrund, die mit jeder realisierten Arbeit wächst und im Untergrund archiviert wird. Alle ausgewählten Künstler/-innen erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, eine gedruckte Dokumentation ihrer realisierten Arbeit zu produzieren. Am Ende des Kunstprojekts U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück wird ein Gesamtkatalog erscheinen. (Voraussichtlich Ende 2012) nach oben ↑ Die eingereichten Unterlagen sollten ein Format von 24 x 32 cm nicht überschreiten Erforderlich sind
Bitte keine Dias, keine Kataloge (relevante Katalogbeiträge in Kopie beilegen), keine CDs oder VHS-Kassetten und keine Originale oder Unikate einsenden. Zurückschicken der Bewerbungsunterlagen nur gegen Kostenerstattung (ausreichend frankierter Rückumschlag) oder Abholung bei der NGBK vom 13.07. bis 31.07.2009 (Oranienstraße 25, 1. OG, Mo-Fr 10-17 Uhr) Nicht abgeholte Unterlagen werden nicht gelagert! Rückfragen und benötigte Informationen werden ausschließlich schriftlich erbeten bis zum 10.06.09 per Email an: untergrund@ngbk.de Subjekt: Wettbewerb U10 Häufig gestellte Fragen werden unter www.ngbk.de veröffentlicht. Die Bewerbung ist bis zum 12.06.2009 an folgende Adresse zu senden: NGBK / Wettbewerb U10, Oranienstraße 25, D - 10999 Berlin Es gilt der Posteingang bei der NGBK! Die Einsender/-innen haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Unterlagen vollständig bis zu diesem Termin in der Geschäftsstelle der NGBK in Berlin vorliegen. nach oben ↑ Der offene Ideenwettbewerb wird in einem einstufigen Verfahren realisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Aus den eingereichten Ideenskizzen werden von einem Auswahlgremium Ende Juni 2009 maximal acht Projekte ausgewählt. Für die Realisation der Projekte – beginnend im Herbst 2009 bis Dezember 2010 – wird ein Gesamtbudget (Honorar-, Produktions-, Reisekosten, Unterkunft) von 60.000 € zur Verfügung stehen (unter Vorbehalt der Zuwendung durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten). Die Jury wird ihre Entscheidung Anfang Juli 2009 treffen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „U10“ der NGBK: Sofia Bempeza, Ania Corcilius, Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page sowie zwei BVG Mitarbeiter/-innen, die sich für das Projekt U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück engagieren. nach oben ↑ Die eingereichten Ideen werden mit Stillschweigen und Vertraulichkeit behandelt und erfahren keine weitere Verwendung. nach oben ↑ Für Beschädigung oder Verlust des eingereichten Materials haftet die Ausloberin NGBK nur im Falle eines nachweisbar schuldhaften Verhaltens. nach oben ↑
Das Projekt wird aus Mitteln der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten – Kunst im Stadtraum - gefördert und von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sowie der Wall AG unterstützt. Die Ausschreibung und das gesamte Verfahren – insbesondere die Projektierung des Projektes über das Jahr 2009 hinaus - erfolgen unter Vorbehalt der Zuwendung durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Die NGBK kann und muss im Falle einer Zuwendungskürzung bzw. Änderungsbewilligung das Verfahren modifizieren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. nach oben ↑ |
