NEWS _08.01.2010
„Worauf wartest du?“
NEWS _24.11.2009
NEWS _28.10.2009
NEWS _15.09.2009
NEWS _01.09.2009
NEWS _15.07.2009

KonzeptionWettbewerb 2009-10Künstlerprojekte 2009KontakteLinks — Archiv — News — Forum — Impressum

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NEWS_08.01.10

Im Rahmen des Kunstprojekts der NGBK im Untergrund
U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück,
sind im
Januar und Februar noch zwei Arbeiten zu sehen:

"Kronos-Projekt" von Roland Boden (D)
Verlängert bis 07.02.10.

installation im U-Bahnhof Potsdamer Platz
(BVG-Abfertigungshaus, Bahnsteig U2 zu Öffnungszeiten des Bahnhofs)

"Kronos-Projekt"
1926 begann unter der Bezeichnung Kronos-Projekt (Entschleunigungsbahn Steglitz) ein heute weitgehend in Vergessenheit geratener Großversuch zur Beeinflussung der Realzeit. Ein mit acht Versuchspersonen besetzter umgebauter U-Bahnwagen bewegt sich sinuskurvenförmig mit extrem geringer Geschwindigkeit im Berliner Untergrund. Ausgehend von einer Position nördlich der U-Bahnstation Rathaus Steglitz ist das Kronos-Gerät in 83 Jahren bis heute 317 Meter vorangekommen. Für die Versuchspersonen vergingen dabei etwas weniger als sieben Stunden. Nachdem Mitte November am Innsbrucker Platz der Versuch unternommen wurde, das Kronos-Gerät filmisch zu rekonstruieren und einen akustischen Kontakt zu den Probanden herzustellen, wird nun auf dem Bahnsteig der U2 am Potsdamer Platz neben einer umfänglichen Dokumentation ein Modell des Kronos-Geräts im Maßstab 1:10 gezeigt.

Mehr unter www.kronos-projekt.de

... und

"Invisible City" von Simon Grennan (UK) und Christopher Sperandio (USA)
bis 28.02.10.

Installation aller neun Comic-Portraits im U-Bahnhof Bernauer Strasse
(Bahnsteig U8)

"Invisible City"
Comic-Portraits über Nachtschicht-ArbeiterInnen im Untergrund. In Zusammenarbeit mit der BVG, der Firma Sasse Traffic Logistic GmbH, Blumen Yadigar, Enis Backshop und anderen.

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„Worauf wartest du?“

Musik von den Künstlern Rae Spoon (CA) & Alexandre Decoupigny (D)
In Zusammenarbeit mit den BVGern Georg Burkard und Wolfgang Adam sowie Fahrgästen der Berliner U-Bahn.

Entstanden aus einer Reise in die Imagination und wieder zurück. Basierend auf wirklichen Gesprächen mit Reisenden an den Stationen einer Phantomlinie im Untergrund. Realisiert im Zeitraum vom 01.09.09 bis 16.10.09 in den Berliner U-Bahnhöfen Alexanderplatz, Innsbrucker Platz, Kleistpark, Potsdamer Platz, Schloßstraße und Wittenbergplatz.

Kostenlos downloaden unter: www.sendspace.com/file/550cd0

oder CD mit Booklet zum Preis von 5,- Euro ab 18.12.09.
kaufen unter: www.freewebstore.org/artoflistening

Der Erlös aus dem Verkauf der CD kommt U-Bahn-MusikerInnen in Berlin zugute.

Auch im Ausstellungsraum der NGBK (Oranienstr. 25) ab 18.12.09. erhältlich.

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NEWS_24.11.09

NGBK Berlin, für
U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück
präsentiert eine Doppel-Vorstellung:

Donnerstag, 10. Dezember 2009

19.30 Uhr, U-Bahnhof Potsdamer Platz
(BVG-Abfertigungshaus, Bahnsteig U2)

Vorstellung des „Kronos-Projektes“
durch den Künstler Roland Boden (D)

1926 begann unter der Bezeichnung Kronos-Projekt (Entschleunigungsbahn Steglitz) ein heute weitgehend in Vergessenheit geratener Großversuch zur Beeinflussung der Realzeit. Ein mit acht Versuchspersonen besetzter umgebauter U-Bahnwagen bewegt sich sinuskurvenförmig mit extrem geringer Geschwindigkeit im Berliner Untergrund. Ausgehend von einer Position nördlich der U-Bahn- station Rathaus Steglitz ist das Kronos-Gerät in 83 Jahren bis heute 317 Meter vorangekommen. Für die Versuchspersonen vergingen dabei etwas weniger als sieben Stunden.

Nachdem Mitte November am Innsbrucker Platz der Versuch unternommen wurde, das Kronos-Gerät filmisch zu rekonstruieren und einen akustischen Kontakt zu den Probanden herzustellen, wird nun auf dem Bahnsteig der U2 am Potsdamer Platz neben einer umfänglichen Dokumentation ein Modell des Kronos-Geräts im Maßstab 1:10 gezeigt. Ab 10.12.09 bis 17.01.2010.

Mehr unter www.kronos-projekt.de und von 05. bis 11.12. und von 19. bis 25.12. im Berliner Fenster, dem Fahrgastfernsehen in den U-Bahnzügen.mehr...


Kronos-Projekt im Rohbau des U-Bahnhofs der Linie U10 am Innsbrucker Platz um 12.11.09.
Foto: Francisco Queimadela

20:30 Uhr, S-Bahnhof Potsdamer Platz
(“U3 Tunnel”, Eingang im Treppenhaus “Ausgang Leipziger Str. und Bundesrat”, neben dem Drogeriemarkt)

Vorstellung des Projektes „Construction Time Again – Phase 1“
durch die Künstlerin Katharina Heilein (D)

Zeitsprung-Versuche mit der Künstlerin Katharina Heilein und Udo Dittfurth (Stadtplaner und Leiter des S-Bahn Museums Berlin), Christfried Tschepe (Stadtplaner und Vorstandsmitglied des Berliner Fahrgastverbandes IGEB), Erhard Hübner-Kosney und Rüdiger Lemnitz (beide Planer bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. Planung ÖPNV-Infrastruktur), Dieter Müller (ehemaliger S- Bahn Triebwagenführer, Mitwirkender im Film 'Berliner Stadtbahnbilder') und Alfred Behrens (Film- und Drehbuchautor). Mit einer Audio-Installation von Brigitte Krämer.


29.12.1983, Übernahme der West-Berliner S-Bahn durch den West-Berliner Senat (von der Deutschen
Reichsbahn der DDR): Unterzeichnung der Vereinbarung im Rathaus Schöneberg durch den Senats- beauftragten Joachim Hinkefuss (re) und Reichsbahndirektor Gerhard Meissner
Foto: Ullstein - Lauer

1984 führten Verhandlungen des West-Berliner Senats mit den zuständigen Gremien in Ost-Berlin/DDR und den Alliierten zur Übernahme des S-Bahn Streckennetzes auf West-Berliner Gebiet. Die Deutsche Reichsbahn übertrug die Betriebsführung auf die BVG und der West-Berliner Senat investierte fortan nicht mehr in die U-Bahnlinien, die in Konkurrenz zu den S-Bahnlinien standen. Mit der Wiederinbetriebnahme der stillgelegten S1 wurde auch der Bau der parallel laufenden Linie U10 gestoppt. 26 Jahre später führen kuriose Berichte von Zeugen des damaligen Geisterstrecken-Daseins der S-Bahn auf die Spur der ungeahnten Potenziale der Phantom-Linie U10.

Darauf aufbauend wird "Construction Time Again - Phase 2" im kommenden Jahr zum Bau eines Modells der imaginären U10 einladen. mehr...

„U3 Tunnel“ ist ein sog. Vorleistungstunnel und Rohbaubahnhof für die nie zu Ende gebaute Linie U10 und später für die Line U3. „U3 Tunnel“ wird z.Zt. als Veranstaltungsraum genutzt. Kostenloser Zugang zu diesen historischen Räumen durch die großzügige Unterstützung von „U3 Events“ ermöglicht.

Eintritt frei

Aktuelle Projekte im Rahmen von U10

Dezember 2009
Invisible City / Unsichtbare Stadt, von Simon Grennan (UK) und Christopher Sperandio (USA).
Comic-Portraits über Nachtschicht-ArbeiterInnen im Untergrund. In Zusammenarbeit mit der BVG, der Firma Sasse Traffic Logistic GmbH, Blumen Yadigar, Enis Backshop und anderen. Präsentation auf wechselnden Hintergleiswerbeflächen im U-Bhf Kottbusser Tor (U8 Richtung Hermannstr.) und monatlich im BVG- Kundenmagazin „Plus“.

NEU - Abschließende Installation aller Portraits im U-Bhf Bernauer Strasse (U8) von 10.12.09 bis ende Feb. 2010

"What are you waiting for?" von Alexandre Decoupigny (D) und Rae Spoon (CA).
Bahnhöfen Lieder, die von den Träumen und Lebenszielen der U-Bahnnutzer handeln. Der Performance und CD „Worauf wartest du?“ liegt die behutsame Erkundung der Wünsche und Sehnsüchte von Wartenden zugrunde, die nun in musikalischer Form im Untergrund hörbar werden. Produziert in Zusammenarbeit mit den BVGern Georg Burkard und Wolfgang Adam. Kostenloses Download der U10-CD "Worauf wartest Du?"unter: http://www.sendspace.com/file/uqxvn9

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NEWS_28.10.09

Donnerstag, 12. November 2009, 19.30 Uhr
(Presse ab 18:30 Uhr, öffentlicher Zugang ab 19 Uhr)

Vorstellung des „Kronos-Projektes“
durch den Künstler Roland Boden (D)

Ort: U-Bahnhof Innsbrucker Platz
Im Rohbau des U-Bahnhofs der Linie U10 am Innsbrucker Platz (Zugang am Bahnsteig U4)

...Einmaliger Zugang!

Das Kronos-Projekt, auch als Entschleunigungsbahn Steglitz bezeichnet, ist ein 1926 begonnenes Experiment zur Manipulation der Zeitachse. Ein extrem langsam bewegter, umgebauter U- Bahnwagen ist vermutlich seit nunmehr 30.500 Tagen mit 8 Insassen im Raum Steglitz unterwegs. In dieser Zeit ist das Gerät 317 Meter vorangekommen, für die Insassen vergingen weniger als 7 Stunden. Der nie fertig gestellte und öffentlich unzugängliche Bahnhof der Linie U10 dient am Abend des 12. November für kurze Zeit einer öffentlichen Präsentation des Kronos-Projekts und gleichzeitig dem Versuch einer akustischen Kontaktaufnahme mit den Probanden aus den 20er Jahren. Mit Videoprojektion und Toninstallation wird ein Eindruck von der Dimension des wohl bis heute andauernden Versuchs vermittelt, welcher durch die Umstände bis heute weitgehend unbekannt geblieben ist.

Gegenstand der Untersuchungen von Roland Boden zum Kronos-Projekt sind eine ausführliche Recherche in Archiven, Befragung von Zeitzeugen und Wissenschaftlern, die Dokumentation und schließlich modellhafte Rekonstruktion der seit 83 Jahren im Berliner Untergrund verkehrenden Entschleunigungsbahn. Das U-Bahnsystem erscheint als Schauplatz eines wissenschaftlichen Großexperiments zur Veränderung des Raum-Zeit-Kontinuums. Im Lichte der Recherchen von Roland Boden verschiebt sich die Bedeutung scheinbar trivialer Beobachtungen bei der Nutzung
des Berliner Verkehrsnetzes. Passagiere und Angestellte der U-Bahn sind aufgerufen, mit ihren diesbezüglichen Wahrnehmungen zum weiteren Erkenntnisgewinn über das Kronos-Projekt beizutragen: kronos-projekt@gmx.de.

mehr...

Auch im Rahmen von U10:

„Invisible City / Unsichtbare Stadt“
von den Künstlern Simon Grennan (UK) und Christopher Sperandio (USA)

„Invisible City“, eine Serie von Comic-Portraits, basiert auf Geschichten und Alltagserfahrungen von Nachtschicht-ArbeiterInnen im Untergrund. In Zusammenarbeit mit der BVG, der Firma Sasse Traffic Logistic GmbH, Blumen Yadigar, Enis Backshop und anderen.

U-Bahnhof Schloßstraße (U9 Richtung Rathaus Steglitz) vom 15.10. bis 23.10.09
U-Bahnhof Kottbusser Tor (U8 Richtung Hermannstr.) vom 13.11. bis 28.12.09
U-Bahnhof Innsbrucker Platz (Bahnsteig U4) vom 02.11. bis 28.12.09

Berliner Fenster (Fahrgastfernsehen in den U-Bahnzügen) vom 9.11. bis 20.11.09 (Mo.-Fr. von 4 bis 24 Uhr)

Plus (BVG-Kundenzeitschrift) Ausgaben November, Dezember 2009


" o.T."
vom dem Künstler Hans Polterauer (OT)

Hans Polterauer schafft, ausgehend von seinem Garten im ländlichen Österreich, eine imaginäre Verbindung zum Berliner Untergrund. Polterauers Videoarbeit, die die Beziehung zwischen Stadt und Land, Peripherie und Zentrum thematisiert erscheint über 2 Wochen im "Berliner Fenster".

Berliner Fenster (Fahrgastfernsehen der U-Bahn) vom 15. bis 28.10 (Mo.-Fr. von 6 bis 10 Uhr, Sa.-So. von 10 bis 14 Uhr)

„Worauf wartest du?“
von den Künstlern Rae Spoon (CA) & Alexandre Decoupigny (D)

Alexandre Decoupigny, Musiker/Soundkünstler und Rae Spoon, Singer/Songwriter spielen in U-Bahnhöfen Lieder, die von den Träumen und Lebenszielen der U-Bahnnutzer handeln.
Der Performance und CD „Worauf wartest du?“ liegt die behutsame Erkundung der Wünsche und Sehnsüchte von Wartenden zugrunde, die nun in musikalischer Form im Untergrund hörbar werden.
Produziert in Zusammenarbeit mit den BVGern Georg Burkard und Wolfgang Adam.

U-Bahnhof Kleistpark (Ausgang Potsdamer/Grunewaldstr.) am 14.10. (8 - 9 Uhr)
U-Bahnhof Potsdamer Platz (Bahnsteig U2) am 14.10. (16 - 17 Uhr)
U-Bahnhof Innsbrucker Platz (gegenüber Supermarkt) am 15.10. (8 - 9 Uhr)
U-Bahnhof Schloßstraße (gegenüber Supermarkt) am 15.10. (18 - 20 Uhr)
U-Bahnhof Wittenbergplatz (Haupthalle) am 16.10. (10 - 11 Uhr)
U-Bahnhof Alexanderplatz (Nähe U5, Ausgang Kongresshalle) am 16.10. (16 - 17 Uhr)

kostenloses Download der U10-CD "Worauf wartest Du?" von Alexandre Decoupigny und
Rae Spoon unter www.sendspace.com/file/uqxvn9

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Presseerklärung_15.09.09

Donnerstag, den 15. Oktober 2009, 19 Uhr

Eröffnung des Projektes Kunst im Untergrund der NGBK
„U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück“

mit Arbeiten von Alexandre Decoupigny (D) & Rae Spoon (CA), Simon Grennan (UK) & Chris Sperandio (USA) und Hans Polterauer (AT)

Ort: U-Bahnstation Schloßstraße (Linie U9)
Bahnsteig Richtung Osloer Str. und im „Bierpinsel“-Turm (über der U-Bahnstation).

U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück präsentiert das Berliner U- Bahnnetz als eine unterirdische Parallelwelt. Alltäglich und doch voller Geheimnisse fungiert der Untergrund sowohl als Spiegel der Berliner Geschichte wie auch als Seismograph aktueller Verschiebungen im Gefüge der Stadt.

Der Name U10 verweist auf die historische U-Bahn Linie U10, die bereits seit den 1930-er Jahren Teil der Planungen des Berliner U-Bahnnetzes ist und heute nur in einigen wenigen Fragmenten als „Blinde Tunnel“ und größtenteils ungenutzten Bahnsteigen existiert. Die weithin unbekannte Existenz – und zugleich Nicht-Existenz– der Linie U10 bietet Anknüpfungspunkte für Künstlerische Interventionen sowohl hinsichtlich ihrer phantastischen als auch ihrer historischen Qualität - als mystischer Ort und als Relikt des geteilten Berlin.

Im Rahmen eines internationalen offenen Kunstwettbewerbs wurden aus 300 Bewerbungen vier künstlerische Projekte ausgewählt, die 2009 den Berliner Untergrund als realen Ort und als imaginäre Welt erkunden. Die Zusammenarbeit der ausgewählten Künstler/-innen mit BVG-Mitarbeiter/-innen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen und anderen Expert/-innen des Untergrundes verankert das Projekt im Kontext einer Kunst, die öffentliche Interessen vertritt und die künstlerische Auseinandersetzung in spezifische soziale Räume hineinträgt.

Programm

19 Uhr: Empfang in der U-Bahnstation Schloßstrasse

Begrüßung durch Vertreter/-innen der Senatskanzlei, der BVG, der NGBK und der Arbeitsgruppe U10

Als einer der Bahnhöfe, die ursprünglich für die Linie U10 geplant worden waren, bietet der Bahnhof Schlossstrasse einen passenden Rahmen für die Präsentation der ersten drei Künstlerprojekte, die im Kontext von U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück realisiert werden konnten.

Im Zwischenbereich der U-Bahnstation Schloßstraße spielen schon ab 18.30 Uhr Alexandre Decoupigny Musiker/Soundkünstler (D) und Rae Spoon Singer/Songwriter (CA) Lieder, die von den Träumen und Lebenszielen der U-Bahnnutzer handeln. Der Performance "Worauf wartest du?" liegt die behutsame Erkundung der Wünsche und Sehnsüchte von Wartenden zugrunde, die nun in musikalischer Form im Untergrund hörbar werden.
Weitere Auftritte der Künstler an folgenden Orten: (unter Vorbehalt, check www.u10-berlin.de)
Mittwoch, den 14.10.2009: U-Bahnstation Kleistpark (8 - 9 Uhr) und U-Bahnstation Potsdamer Platz (16 – 17 Uhr).
Donnerstag, den 15.10.2009 U-Bahnstation Innsbrucker Platz (8 - 9 Uhr)
Freitag, den 16.10.2009: U-Bahnstation Wittenbergplatz (10 -11 Uhr) und U-Bahnstation Alexanderplatz (16 -17 Uhr)

Auf dem Bahnsteig Richtung Osloer Straße im gleichen Bahnhof, wird eines von zehn Comic-Portraits aus der Serie "Invisible City / unsichtbare Stadt" von Simon Grennan (UK) und Chris Sperandio (USA) zu sehen sein. "Invisible City / unsichtbare Stadt" basiert auf Geschichten und Alltagserfahrungen von Nachtschichtarbeiter/-innen im Untergrund. Ein zweiter Teil der Arbeit wird zeitgleich im Bahnhof Kottbusser Tor (Linie U8 Richtung Herrmannstraße gezeigt) sowie im „Berliner Fenster“, dem Fahrgastfernsehen in U-Bahnzügen und im BVG Kundenmagazin „Plus“.

Auch im „Berliner Fenster“ schafft Hans Polterauer, ausgehend von seinem Garten im ländlichen Österreich, eine imaginäre Verbindung zum Berliner Untergrund. Polterauers Videoarbeit, die die Beziehung zwischen Stadt und Land, Peripherie und Zentrum thematisiert, erscheint täglich vom 15.10.09 bis 28.10.09. (Mo. bis Fr. von 06:00 bis 10:00 und Sa./So. von 10:00 bis 14:00)

20 Uhr: Gespräche mit BVGern, Künstlern und den Initiatoren des Projektes im „Bierpinsel“ (über der U-Bahnstation).

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung im Untergrund laden wir zu Gespräche mit BVGern und Künstlern im legendären Aussichtsturm „Bierpinsel“ ein. Dies ist der letzte Möglichkeit die ursprüngliche Inneneinrichtung des Bierpinsels zu sehen, vor dem Umbau. (Das Lokal ist nur über einen Fahrstuhl direkt von der unterirdischen U-Bahnstation Schloßstraße aus zu erreichen/ Ausgang Schildhornstr. links von der Hochtreppe). Hier erwarten Sie:

  • ein Gespräch zwischen Kate Squires (Künstlerin und Kunstvermittlerin, London/Berlin) und den Künstlern Simon Grennan und Chris Sperandio
  • eine Lesung "Gedanken aus dem Pausenraum" vom Georg Burkard (BVG-Busfahrer) aus von ihm in der Arbeitspause gesammelten Zeitungsartikeln
  • ein Gespräch mit den Musikern Alexandre Decoupigny und Rae Spoon über ihre Erfahrung in der U-Bahn während ihrer Arbeit an "Worauf wartest du?"
  • Live-Musik von Alexandre Decoupigny und Rae Spoon
  • Live-Musik von Wolfgang Adam (ehem. BVGer und Mitglieder der Band "Down the Line")
  • warmes Essen und Getränke

U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück ist ein Projekt der NGBK Berlin, initiiert von Sofia Bempeza, Ania Corcilius, Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page. U10 wird von der Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten / Kunst im Stadtraum finanziert und von der BVG und dem Berliner Fenster unterstützt.

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NEWS_01.09.2009

Ab 01. September 2009 erkunden Künstler aus aller Welt die Berliner U-Bahn!

Im Rahmen des Kunstprojektes U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück setzen sie sich mit der Geschichte der U-Bahn auseinander und sammeln Geschichten aus dem Untergrund. Sie fragen BVG-Mitarbeiter, Stammpassagiere, Kioskinhaber, Reinigungspersonal und Straßenmusiker, wie sie die Stadt und ihren Untergrund erleben. Gemeinsam mit diesen U-Bahn-Experten suchen sie nach dem Geist der Stadt. Sie verfolgen sichtbare und unsichtbare Spuren, die politische, soziale und stadtplanerische Entwicklungen im Untergrund hinterlassen haben —wie etwa die nie zu Ende gebaute Linie U10, die den Titel des Projektes inspirierte. Als Idee und als Baufragment, versteckt oder umbenannt läuft sie quer durch Berlin und seine Geschichte.

Schon jetzt können auch sie Ihre U-Bahn-Erfahrungen in einige Kunstprojekte einbringen:

„Worauf wartest du?“
Im September kann es vorkommen, dass sie im Wartebereich der U-Bahn die Bekanntschaft eines freundlichen jungen Mannes machen. Der Soundkünstler und Musiker Alexandre Decoupigny geht mit dem Sänger/Songwriter Rae Spoon an verschiedenen U-Bahn Stationen der Frage nach, worauf wir warten – am Gleis und im Leben. Die Antworten und Geschichten aus den Gesprächen der Künstler mit Wartenden sind das Ausgangsmaterial für ein Mini-Album und eine Live-Show in der U-Bahn, die die beiden gemeinsam mit zwei musikalischen BVGern produzieren.

Das Kronos Projekt
Helfen sie mit bei der Erforschung des Kronos-Projektes. Gesucht wird nach historischen Belegen und Zeitzeugen des sogenannten Kronos-Projekts, auch bekannt als „Entschleunigungsbahn Steglitz“. Es handelt sich dabei um einen fast vergessenen Großversuch mit einer extrem langsam fahrenden Experimental-U-Bahn, die Mitte der 20er Jahre ins Streckennetz der Berliner U-Bahn eingeschleust wurde und höchstwahrscheinlich bis heute dort verkehrt. Fahrgäste und BVG-Mitarbeiter im U-Bahn-System von Berlin-Süd bis Mitte, denen außergewöhnliche naturwissenschaftliche Vorkommnisse wie Lichterscheinungen und untypische akustische Phänomene begegnet sind, sollten ihre diesbezüglichen Erfahrungen bitte per e-mail an Kronos-Projekt@gmx.de senden. Ihre Hinweise werden auf Wunsch selbstverständlich vertraulich behandelt.

Invisible City
Für ihr Projekt Invisible City führen die beiden Künstler Simon Grennan (aus Wales) und Chris Sperandio (USA) Interviews mit Menschen, die im Untergrund arbeiten und den Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs aufrechterhalten, wenn große Teile der Stadt längst schlafen. Fahrer, Reinigungspersonal, Weichensteller, Zeitungsverkäufer und viele mehr bleiben für die Mehrheit derjenigen, die täglich mit Bus und Bahn fahren unsichtbar. Portraits dieser Nachtarbeiter —von Grennan und Sperandio im Comicsstil gezeichnet— werden vom 15.10. 2009 an auf Werbeflächen im U-Bahnhofbereich und in ausgewählten Zügen zu sehen sein.

Die Eröffnung U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück mit der Arbeitspräsentationen von Grennan & Sperandio und Hans Polterauer, sowie einer musikalischen Performance von Decoupigny & Spoon findet am Donnerstag den 15.10 2009 statt. Im Anschluss daran, ist eine öffentliche Diskussion zum Thema Kunst-Kooperationen im Untergrund geplant.

U10 ist ein Projekt der NGBK Berlin und Sofia Bempeza, Ania Corcilius, Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page. U10 wird von der Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten / Kunst

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NEWS_15.07.2009

U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück

Ein Kunstprojekt der NGBK, in Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben BVG, finanziert von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten – Kunst im Stadtraum und unterstützt von der Wall AG

Am künstlerischen Ideenwettbewerb U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst haben sich 293 Künstler/-innen beteiligt. Das Auswahlgremium, bestehend aus den Mitgliedern der AG U10 (Sofia Bempeza, Ania Corcilius, Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page), sowie zwei BVG-Mitarbeiter/-innen in beratender Funktion hat aus den Einsendungen acht Projekte ausgewählt, die für die Realisierung in den Jahren 2009 und 2010 vorgeschlagen werden. Das Gremium hat sich für folgende Künstler/-innen entschieden:
Roland Boden (D), Alexandre Decoupigny & Rae Spoon (D / CA), Simmon Grennan & Chris Sperandio (GB/USA), Katharina Heilein (D), Evi Kruckenhauser (AT), Yuka Oyama & Axel Ruoff (JP/D), Hans Polterauer (AT), Grit Ruhland (D).

Der Jury war bei ihrer Auswahl daran gelegen, einen Spannungsbogen zu erzeugen zwischen Projekten, die eine künstlerische Untersuchung der sozialen Realität des Berliner Untergrundes in den Mittelpunkt stellen und Projekten, die von der Imagination einer fiktiven Gegenwelt ausgehen. Ein wichtiges Auswahlkriterium war die kollaborative Dimension der jeweiligen Projektideen. Insgesamt wurde angestrebt, ein inhaltlich und formal vielschichtiges und zugleich kohärentes Ausstellungsprogramm zusammen zu stellen.

Im Jahr 2009 - beginnend Mitte Oktober – werden vier Projekte realisiert und von drei Veranstaltungen (Diskussionsabend und Vorträge) begleitet.

Simmon Grennan & Chris Sperandio besuchen für ihre Arbeit „Invisible City“ Menschen, die nachts in der U-Bahn beschäftig sind. Auf der Grundlage von Gesprächen, die sie mit diesen „Nachtarbeiter/-innen“ führen, entsteht eine Serie von Portraits im Comic-Stil, die ab Mitte Oktober in den U-Bahnzügen und auf den Hintergleisflächen von 10 Bahnhöfen zu sehen sein wird.

Hans Polterauers Perfomance schafft eine imaginäre Verbindung zum Berliner Untergrund. Polterauer wird täglich eine Stunde in seinem Garten im ländlichen Österreich an einem Loch graben, bis er vollständig in dem von ihm gegrabenen Loch verschwunden sein wird. Seine Performance wird per Live-Stream in den Berliner Untergrund übertragen.

Alexandre Decoupigny & Rae Spoons Arbeit trägt den Titel „Worauf wartest du?“ In behutsamen Annäherungen erfährt Alexandre Decoupigny von den Sehnsüchten und Träumen der Menschen im Untergrund. Diese sind das Ausgangsmaterial für elektro-akustische Experimente und musikalische Performances, die Decoupigny & Spoon im November 2009 im U-Bahnbereich aufführen werden.

Roland Boden untersucht im Rahmen seiner Arbeit „Das Kronos Projekt“ Veränderungen im Verhältnis von Zeit und Raum. Ausgangspunkt ist die Erforschung einer vermutlich seit 1926 bis heute im Berliner Untergrund verkehrenden Entschleunigungsmaschine. Im Dezember 2009 wird Roland Boden das Modell eines modifizierten Versuchswagens sowie die Ergebnisse seiner umfangreichen Recherche in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler/innen und BVGer /-innen der Öffentlichkeit präsentieren.

Im Jahr 2010 werden folgende Projekte realisiert: (unter Vorbehalt der Zuwendung durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten)

„Enderung der Zeit“. Anhand von Zeitzeugenberichten rekonstruiert Katharina Heileins Projekt die Geschichte der 1984 abgebrochenen Planungen zur U-Bahn-Linie 10. Kommunikationsmittel und zugleich Anschauungsobjekt ist ein Modell der Linie U10, das Heilein gemeinsam mit ihren Gesprächspartner bauen will. Einen Teil ihres Recherchematerials präsentiert die Künstlerin in Form eines Vortrags im Rahmen des Begleitprogramms in 2009.

Stereo Sehen von Evi Kruckenhauser ist ein Filmexperiment, das zwei parallele Realitäten miteinander verbindet: die oberirdische Stadtlandschaft und die unterirdische Tunnelfahrt. Die Kamera folgt oberirdisch dem genauen Lauf der U-Bahnstrecke, auf der der Film zu sehen ist. Sie lässt sich dabei von keinem Hindernis aufhalten, geht zwischen Autos hindurch, über den Fluss und durchdringt Häuserwände.

„Moderne Märchen – Berliner Untergrund“. Yuka Oyama & Axel Ruoff organisieren einen mehrteiligen Workshop mit BVGer/-innen. In diesem Rahmen sammeln sie erlebte und erfundene Geschichten über unheimliche Phänomene, die zunächst zeichnerisch und später dann auch skulptural und filmisch umgesetzt werden. Auf spielerische Art und Weise untersucht „Moderne Märchen“ die Verbindung zwischen Untergrund und Unbewusstem.

Grit Ruhlands „Geräusche-Chor“ appelliert an die sinnliche Erfahrung einer maschinell geprägten U-Bahnwelt. Die Künstlerin Grit Ruhland übt zusammen mit einer Gruppe von 10-40 Leuten Ton-Signalen, Bremsen und andere durch den Verkehr verursachten Geräusche. In einer Reihe von Performances führt die Gruppe die durch Improvisation und Komposition entstanden Stücke vor.