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Im Rahmen des Kunstprojekts der NGBK im Untergrund "Kronos-Projekt" von Roland Boden (D) installation im U-Bahnhof Potsdamer Platz "Kronos-Projekt" Mehr unter www.kronos-projekt.de ... und
"Invisible City" von Simon Grennan (UK) und Christopher Sperandio (USA) Installation aller neun Comic-Portraits im U-Bahnhof Bernauer Strasse "Invisible City" :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
In Zusammenarbeit mit den BVGern Georg Burkard und Wolfgang Adam sowie Fahrgästen der Berliner U-Bahn. Entstanden aus einer Reise in die Imagination und wieder zurück. Basierend auf wirklichen Gesprächen mit Reisenden an den Stationen einer Phantomlinie im Untergrund. Realisiert im Zeitraum vom 01.09.09 bis 16.10.09 in den Berliner U-Bahnhöfen Alexanderplatz, Innsbrucker Platz, Kleistpark, Potsdamer Platz, Schloßstraße und Wittenbergplatz. Kostenlos downloaden unter: www.sendspace.com/file/550cd0 oder CD mit Booklet zum Preis von 5,- Euro ab 18.12.09. kaufen unter: www.freewebstore.org/artoflistening Der Erlös aus dem Verkauf der CD kommt U-Bahn-MusikerInnen in Berlin zugute. Auch im Ausstellungsraum der NGBK (Oranienstr. 25) ab 18.12.09. erhältlich. :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
NGBK Berlin, für Donnerstag, 10. Dezember 2009 19.30 Uhr, U-Bahnhof Potsdamer Platz Vorstellung des „Kronos-Projektes“ 1926 begann unter der Bezeichnung Kronos-Projekt (Entschleunigungsbahn Steglitz) ein heute
weitgehend in Vergessenheit geratener Großversuch zur Beeinflussung der Realzeit. Ein mit acht
Versuchspersonen besetzter umgebauter U-Bahnwagen bewegt sich sinuskurvenförmig mit extrem
geringer Geschwindigkeit im Berliner Untergrund. Ausgehend von einer Position nördlich der U-Bahn-
station Rathaus Steglitz ist das Kronos-Gerät in 83 Jahren bis heute 317 Meter vorangekommen. Für
die Versuchspersonen vergingen dabei etwas weniger als sieben Stunden. Mehr unter www.kronos-projekt.de und von 05. bis 11.12. und von 19. bis 25.12. im Berliner Fenster, dem Fahrgastfernsehen in den U-Bahnzügen.mehr...
20:30 Uhr, S-Bahnhof Potsdamer Platz Vorstellung des Projektes „Construction Time Again – Phase 1“ Zeitsprung-Versuche mit der Künstlerin Katharina Heilein und Udo Dittfurth (Stadtplaner und Leiter des S-Bahn Museums Berlin), Christfried Tschepe (Stadtplaner und Vorstandsmitglied des Berliner Fahrgastverbandes IGEB), Erhard Hübner-Kosney und Rüdiger Lemnitz (beide Planer bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. Planung ÖPNV-Infrastruktur), Dieter Müller (ehemaliger S- Bahn Triebwagenführer, Mitwirkender im Film 'Berliner Stadtbahnbilder') und Alfred Behrens (Film- und Drehbuchautor). Mit einer Audio-Installation von Brigitte Krämer.
1984 führten Verhandlungen des West-Berliner Senats mit den zuständigen Gremien in Ost-Berlin/DDR
und den Alliierten zur Übernahme des S-Bahn Streckennetzes auf West-Berliner Gebiet. Die Deutsche
Reichsbahn übertrug die Betriebsführung auf die BVG und der West-Berliner Senat investierte fortan
nicht mehr in die U-Bahnlinien, die in Konkurrenz zu den S-Bahnlinien standen. Mit der
Wiederinbetriebnahme der stillgelegten S1 wurde auch der Bau der parallel laufenden Linie U10 gestoppt.
26 Jahre später führen kuriose Berichte von Zeugen des damaligen Geisterstrecken-Daseins
der S-Bahn auf die Spur der ungeahnten Potenziale der Phantom-Linie U10. „U3 Tunnel“ ist ein sog. Vorleistungstunnel und Rohbaubahnhof für die nie zu Ende gebaute Linie U10 und später für die Line U3. „U3 Tunnel“ wird z.Zt. als Veranstaltungsraum genutzt. Kostenloser Zugang zu diesen historischen Räumen durch die großzügige Unterstützung von „U3 Events“ ermöglicht. Eintritt frei Aktuelle Projekte im Rahmen von U10 Dezember 2009 "What are you waiting for?" von Alexandre Decoupigny (D) und Rae Spoon (CA). :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Donnerstag, 12. November 2009, 19.30 Uhr (Presse ab 18:30 Uhr, öffentlicher Zugang ab 19 Uhr) Vorstellung des „Kronos-Projektes“ durch den Künstler Roland Boden (D) Ort: U-Bahnhof Innsbrucker Platz Im Rohbau des U-Bahnhofs der Linie U10 am Innsbrucker Platz (Zugang am Bahnsteig U4) ...Einmaliger Zugang! Das Kronos-Projekt, auch als Entschleunigungsbahn Steglitz bezeichnet, ist ein 1926 begonnenes Experiment zur Manipulation der Zeitachse. Ein extrem langsam bewegter, umgebauter U- Bahnwagen ist vermutlich seit nunmehr 30.500 Tagen mit 8 Insassen im Raum Steglitz unterwegs. In dieser Zeit ist das Gerät 317 Meter vorangekommen, für die Insassen vergingen weniger als 7 Stunden. Der nie fertig gestellte und öffentlich unzugängliche Bahnhof der Linie U10 dient am Abend des 12. November für kurze Zeit einer öffentlichen Präsentation des Kronos-Projekts und gleichzeitig dem Versuch einer akustischen Kontaktaufnahme mit den Probanden aus den 20er Jahren. Mit Videoprojektion und Toninstallation wird ein Eindruck von der Dimension des wohl bis heute andauernden Versuchs vermittelt, welcher durch die Umstände bis heute weitgehend unbekannt geblieben ist. Gegenstand der Untersuchungen von Roland Boden zum Kronos-Projekt sind eine ausführliche
Recherche in Archiven, Befragung von Zeitzeugen und Wissenschaftlern, die Dokumentation und
schließlich modellhafte Rekonstruktion der seit 83 Jahren im Berliner Untergrund verkehrenden
Entschleunigungsbahn. Das U-Bahnsystem erscheint als Schauplatz eines wissenschaftlichen
Großexperiments zur Veränderung des Raum-Zeit-Kontinuums. Im Lichte der Recherchen von
Roland Boden verschiebt sich die Bedeutung scheinbar trivialer Beobachtungen bei der Nutzung Auch im Rahmen von U10:
„Worauf wartest du?“ :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Der Name U10 verweist auf die historische U-Bahn Linie U10, die bereits seit den 1930-er Jahren Teil der Planungen des Berliner U-Bahnnetzes ist und heute nur in einigen wenigen Fragmenten als „Blinde Tunnel“ und größtenteils ungenutzten Bahnsteigen existiert. Die weithin unbekannte Existenz – und zugleich Nicht-Existenz– der Linie U10 bietet Anknüpfungspunkte für Künstlerische Interventionen sowohl hinsichtlich ihrer phantastischen als auch ihrer historischen Qualität - als mystischer Ort und als Relikt des geteilten Berlin. Im Rahmen eines internationalen offenen Kunstwettbewerbs wurden aus
300 Bewerbungen vier künstlerische Projekte ausgewählt, die
2009 den Berliner Untergrund als realen Ort und als imaginäre Welt
erkunden. Die Zusammenarbeit der ausgewählten Künstler/-innen
mit BVG-Mitarbeiter/-innen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen
und anderen Expert/-innen des Untergrundes verankert das Projekt im
Kontext einer Kunst, die öffentliche Interessen vertritt und die
künstlerische Auseinandersetzung in spezifische soziale Räume
hineinträgt. Als einer der Bahnhöfe, die ursprünglich für die Linie
U10 geplant worden waren, bietet der Bahnhof Schlossstrasse einen passenden
Rahmen für die Präsentation der ersten drei Künstlerprojekte,
die im Kontext von U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder
zurück realisiert werden konnten. Auf dem Bahnsteig Richtung Osloer Straße im gleichen Bahnhof, wird eines von zehn Comic-Portraits aus der Serie "Invisible City / unsichtbare Stadt" von Simon Grennan (UK) und Chris Sperandio (USA) zu sehen sein. "Invisible City / unsichtbare Stadt" basiert auf Geschichten und Alltagserfahrungen von Nachtschichtarbeiter/-innen im Untergrund. Ein zweiter Teil der Arbeit wird zeitgleich im Bahnhof Kottbusser Tor (Linie U8 Richtung Herrmannstraße gezeigt) sowie im „Berliner Fenster“, dem Fahrgastfernsehen in U-Bahnzügen und im BVG Kundenmagazin „Plus“. Auch im „Berliner Fenster“ schafft Hans
Polterauer, ausgehend von seinem Garten im ländlichen
Österreich, eine imaginäre Verbindung zum Berliner Untergrund.
Polterauers Videoarbeit, die die Beziehung zwischen Stadt und Land,
Peripherie und Zentrum thematisiert, erscheint täglich vom 15.10.09
bis 28.10.09. (Mo. bis Fr. von 06:00 bis 10:00 und Sa./So. von 10:00
bis 14:00)
U10 – von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück
ist ein Projekt der NGBK Berlin, initiiert von Sofia Bempeza, Ania Corcilius,
Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page. U10 wird von der Senatskanzlei
- Kulturelle Angelegenheiten / Kunst im Stadtraum finanziert und von der
BVG und dem Berliner Fenster unterstützt.
Invisible City Die Eröffnung U10 - von hier aus ins Imaginäre
und wieder zurück mit der Arbeitspräsentationen von Grennan
& Sperandio und Hans Polterauer, sowie einer musikalischen Performance
von Decoupigny & Spoon findet am Donnerstag den 15.10 2009
statt. Im Anschluss daran, ist eine öffentliche Diskussion zum
Thema Kunst-Kooperationen im Untergrund geplant. U10 - von hier aus ins Imaginäre und wieder zurück Ein Kunstprojekt der NGBK, in Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben BVG, finanziert von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten – Kunst im Stadtraum und unterstützt von der Wall AG Am künstlerischen Ideenwettbewerb U10 – von hier aus
ins Imaginäre und wieder zurück der Neuen Gesellschaft
für Bildende Kunst haben sich 293 Künstler/-innen beteiligt.
Das Auswahlgremium, bestehend aus den Mitgliedern der AG U10 (Sofia
Bempeza, Ania Corcilius, Jacopo Gallico, Eva Hertzsch und Adam Page),
sowie zwei BVG-Mitarbeiter/-innen in beratender Funktion hat aus den
Einsendungen acht Projekte ausgewählt, die für die Realisierung
in den Jahren 2009 und 2010 vorgeschlagen werden. Das Gremium hat sich
für folgende Künstler/-innen entschieden: Der Jury war bei ihrer Auswahl daran gelegen, einen Spannungsbogen zu erzeugen zwischen Projekten, die eine künstlerische Untersuchung der sozialen Realität des Berliner Untergrundes in den Mittelpunkt stellen und Projekten, die von der Imagination einer fiktiven Gegenwelt ausgehen. Ein wichtiges Auswahlkriterium war die kollaborative Dimension der jeweiligen Projektideen. Insgesamt wurde angestrebt, ein inhaltlich und formal vielschichtiges und zugleich kohärentes Ausstellungsprogramm zusammen zu stellen. Im Jahr 2009 - beginnend Mitte Oktober – werden vier Projekte realisiert und von drei Veranstaltungen (Diskussionsabend und Vorträge) begleitet. Simmon Grennan & Chris Sperandio besuchen für ihre Arbeit „Invisible City“ Menschen, die nachts in der U-Bahn beschäftig sind. Auf der Grundlage von Gesprächen, die sie mit diesen „Nachtarbeiter/-innen“ führen, entsteht eine Serie von Portraits im Comic-Stil, die ab Mitte Oktober in den U-Bahnzügen und auf den Hintergleisflächen von 10 Bahnhöfen zu sehen sein wird. Hans Polterauers Perfomance schafft eine imaginäre Verbindung zum Berliner Untergrund. Polterauer wird täglich eine Stunde in seinem Garten im ländlichen Österreich an einem Loch graben, bis er vollständig in dem von ihm gegrabenen Loch verschwunden sein wird. Seine Performance wird per Live-Stream in den Berliner Untergrund übertragen. Alexandre Decoupigny & Rae Spoons Arbeit trägt den Titel „Worauf wartest du?“ In behutsamen Annäherungen erfährt Alexandre Decoupigny von den Sehnsüchten und Träumen der Menschen im Untergrund. Diese sind das Ausgangsmaterial für elektro-akustische Experimente und musikalische Performances, die Decoupigny & Spoon im November 2009 im U-Bahnbereich aufführen werden. Roland Boden untersucht im Rahmen seiner Arbeit „Das Kronos Projekt“ Veränderungen im Verhältnis von Zeit und Raum. Ausgangspunkt ist die Erforschung einer vermutlich seit 1926 bis heute im Berliner Untergrund verkehrenden Entschleunigungsmaschine. Im Dezember 2009 wird Roland Boden das Modell eines modifizierten Versuchswagens sowie die Ergebnisse seiner umfangreichen Recherche in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler/innen und BVGer /-innen der Öffentlichkeit präsentieren. Im Jahr 2010 werden folgende Projekte realisiert: (unter Vorbehalt der Zuwendung durch die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten) „Enderung der Zeit“. Anhand von Zeitzeugenberichten rekonstruiert Katharina Heileins Projekt die Geschichte der 1984 abgebrochenen Planungen zur U-Bahn-Linie 10. Kommunikationsmittel und zugleich Anschauungsobjekt ist ein Modell der Linie U10, das Heilein gemeinsam mit ihren Gesprächspartner bauen will. Einen Teil ihres Recherchematerials präsentiert die Künstlerin in Form eines Vortrags im Rahmen des Begleitprogramms in 2009. Stereo Sehen von Evi Kruckenhauser ist ein Filmexperiment, das zwei parallele Realitäten miteinander verbindet: die oberirdische Stadtlandschaft und die unterirdische Tunnelfahrt. Die Kamera folgt oberirdisch dem genauen Lauf der U-Bahnstrecke, auf der der Film zu sehen ist. Sie lässt sich dabei von keinem Hindernis aufhalten, geht zwischen Autos hindurch, über den Fluss und durchdringt Häuserwände. „Moderne Märchen – Berliner Untergrund“. Yuka Oyama & Axel Ruoff organisieren einen mehrteiligen Workshop mit BVGer/-innen. In diesem Rahmen sammeln sie erlebte und erfundene Geschichten über unheimliche Phänomene, die zunächst zeichnerisch und später dann auch skulptural und filmisch umgesetzt werden. Auf spielerische Art und Weise untersucht „Moderne Märchen“ die Verbindung zwischen Untergrund und Unbewusstem. Grit Ruhlands „Geräusche-Chor“ appelliert an die sinnliche Erfahrung einer maschinell geprägten U-Bahnwelt. Die Künstlerin Grit Ruhland übt zusammen mit einer Gruppe von 10-40 Leuten Ton-Signalen, Bremsen und andere durch den Verkehr verursachten Geräusche. In einer Reihe von Performances führt die Gruppe die durch Improvisation und Komposition entstanden Stücke vor.
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